10 Gründe, warum ich genug vom Winter habe

Meteorolog*innen haben den Frühling schon zum 1. März ausgerufen, aber Berlin hat seine eigenen Gesetze. Die Stadt interessiert sich in der Regel wenig dafür, was andere sagen. Hier, wo es den gesamten Winter über nicht eine Flocke geschneit hat, ist der Boden nun weiß gepudert und es ist noch einmal kalt geworden. So kalt, dass ich den Kindern erlaube arschkalt zu sagen. Eventuell, weil ich es selber sage.

Am Dienstag nun wird auch kalendarischer Frühlingsbeginn sein. Dann muss es doch mal vorbei sein mit dem Winter, oder? Ich mag ihn nämlich nicht mehr. Und das hat, wie mir aufgefallen ist, eine ganze Menge Gründe. 10 habe ich aufgeschrieben. Und vermutlich lasen sie sich alle zusamenfassen damit, dass ich Lust habe auf die Aufbruchstimmung im Frühling – ich merke sie schon in mir, aber sie ist noch so ausgebremst. Daher: Frühling bitte jetzt!

Warum ich endlich Frühling möchte

1. Verwaiste Spielplätze

Während es im Frühjahr auf Berlins Spielplätzen tagsüber so voll ist wie nachts im Szeneclub, treffen wir momentan auf den Spielplätzen kaum andere Kinder. Das ist ganz schön öde und spontane Verabredungen draußen sind selten. Auch ich habe nicht so Lust auf eine Hängematte in der Kälte. Nein, es wird eindeutig Zeit für Frühling!

Leere Spielplätze - wann ist endlich Frühling? 10 Gründe, warum der Winter nun reicht.

2. Berlin in bunt ist einfach schöner

Ja, der Winter hat ja auch seine Berechtigung und seine schöne Seiten. Aber können wir nun bitte umblättern? Ich mag keine kahlen Bäume mehr sehen. Ich sehne mich nach blauem Himmel, grünem Laub, roten Blumen, gelber Sonne, von mir aus spiele ich auch Touristin und bestelle mir eine grüne Berliner Weiße. Nur bitte kein Grau mehr!

3. Das Fahrrad wartet

Seit ein paar Tagen möchte die Hauptstadttochter mit dem Fahrrad in die Kita fahren, wenigstens das, aber eigentlich längere Fahrradtouren machen. Seit wir die Räder aus dem Keller geholt haben, hat es geregnet, gefroren, geschneit. Spaß macht das auf zwei Rädern nicht. Ich möchte nicht mehr „morgen“ sagen, sondern „jetzt“.

4. Die U-Bahn verabschiedet sich

Das Fahrradthema betrifft nicht nur das Kind: Von Montag an sind Baumaßnahmen auf meiner U-Bahn-Strecke zur Arbeit geplant. Das bedeutet, entweder morgens schlecht gelaunt in den Ersatzbus steigen und sich mit anderen schlecht gelaunten Berliner*innen und ihren Regenschirmen um Platz und Sauerstoff streiten – oder der Frühling hat ein Erbarmen mit mir Schönwetterfahrerin und ich mag zurück aufs Rad.

5. Von Reißverschlüssen und fehlenden Knöpfen

Der Reißverschluss an der Winterjacke der Tochter hat seine besten Tage hinter sich. Die Handschuhe beginnen sich aufzulösen. Die liebste Mütze könnte die Waschmaschine mal wieder von Innen sehen. Kurzum: es wird Zeit, die Winterklamotten auszusortieren oder einzumotten. Und da an meiner Herbstjacke noch ein Knopf anzunähen ist, wäre ich dem Frühling dankbar, wenn er bitte gleich mit ordentlich warmen Temperaturen ankommt. Kurzärmelige Sachen holen wir nämlich mal wieder gerne aus dem Schrank!

6. Frühjahrsputz

Der Winter zieht sich, am Ende waren wir alle auch noch recht viel krank, frühjahrsmüde vielleicht auch schon, und alles in allem waren wir viel in der Wohnung. Ein leichter Wohnungskoller macht sich breit. Es mangelt nicht nur an Bewegung und Unternehmungen, sondern es wird auch Zeit für Aufbruchstimmung innerhalb der Wohnung. Darum räumen wir morgen schon mal das Kinderzimmer um. Und wir alle misten viele Dinge aus, die wir im Mai auf dem Flohmarkt anbieten möchten. Wenn dann mal richtig Frühling ist!

7. Nachmittage im Park

An einem der warmen Samstage neulich sind wir endlich mal wieder in den Gleisdreieck-Park gegangen, der hier mit Abstand der schönste in der Nähe ist. Es roch schon nach Frühling, wir trafen Freundinnen und Freunde und konnten schon richtig große Fußballteams aufstellen. Es war alles lebhaft, fröhlich und mein Wohnungskoller löste sich endlich etwas auf. Warum, lieber Frühling, war das so kurz? Heute frierten der Sohn und ich schon wieder auf dem Steinplatz ums Eck um die Wette. Trotz Sport, wohlbemerkt. Fußball spielen in der Stadt - im Frühling wartet der Park.

8. Fußballtraining ohne Schal und Mütze

Es gab noch einen Grund, weshalb der Sohn und ich heute ein Spiel austrugen, das Spiel seiner Mannschaft war nämlich abgesagt worden. Genau wie das Training gestern, da der Platz zu nass oder zu gefroren war. Dabei gibt es einen neuen Trainer und ein neues Team und sehr viel Motivation, endlich wieder durchzustarten. Endlich Frühling auf dem Rasen, bitte!

9. Frühling auf Rezept

Sport macht ja bekanntermaßen hungrig. Jetzt könnten meine kritischen Leser*innen unter Euch anmerken, dass Nudeln mit Ketchup das ganze Jahr Saison haben. Stimmt sogar! Aber daneben möchte ich mich bitte von Eintopf, Suppe und Wintergemüse verabschieden und tonnenweise Spargel schälen. Und dieses Jahr nicht die Rhabarbersaison verschlafen.

10. Ferien bitte!

Die ganze Familie freut sich sehr auf die Ferien. Und wir haben sie nötig! Leider schwebt über den Ferien dieses viel zu oft zitierte Wort „Vereinbarkeit“ und wirft seinen Schatten, so dass der Mann und ich uns die zwei Wochen aufgeteilt haben und jeweils mit den Kindern etwas unternehmen werden. Aber da wir tolle Pläne haben, wird das auch toll. Und wer arbeitet, darf dann auch mal ganz für sich den Abend genießen. Und mit einem Glas Wein auf den Frühling anstoßen!

Worauf freut Ihr Euch besonders, wenn Ihr an den Frühling denkt? Oder genießt Ihr den Winter noch und plant sogar Urlaub im Schnee?

Eure Svenja

Endlich Frühling - bitte! 10 Gründe, warum uns der Winter reicht.

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