Die allererste Schulwoche – 10 Tops und Flops

Die Vorbereitung auf die Schule dauert ungefähr ein Jahr. So lange üben Vorschulkinder erste Aufgaben mit Zahlen, Formen und Buchstaben. So lange setzen sich Eltern mit Infoabenden, Einkaufslisten, Schuluntersuchungen und brodelnden Spielplatzgerüchten auseinander. Die Schulzeit scheint vor der Tür zu stehen und doch noch weit weg zu sein. Zum Schluss ist es aber amtlich: die Sommerferien gehen (wie jedes Jahr) auch mal zu Ende. Und dann steht mein doch gerade erst geborener Hauptstadtsohn stolz und glücklich mit der Schultüte in der Hand da und ist wirklich bereit für diesen Lebensabschnitt.

Die erste Woche 1. Klasse liegt hinter uns! Eine aufregende erste Schulwoche, die so schnell vergeht wie frisch geschnittenes Obst in der Schulbrotbox. Aber wie läuft es nun wirklich in der Schule? Ich fasse die ersten Tage hier zusammen.

10 Tops und Flops des Schulbeginns

1. Die Schule beginnt um 8 Uhr und so früh wie diese Woche war ich seit Jahren nicht im Büro. Dank Gleitzeit kann ich nun auch früher gehen oder entspannt Mittagspause machen. Trotz Augenringen: eher TOP

2. Der Schulweg ist kurz, sehr kurz und dennoch schaffen wir es erst mit dem Klingeln in die Schule, war bei mir schließlich auch 13 Jahre so. Sollte aber dennoch besser werden, denn das Klingeln klingt furchtbar, rostig rasselnd wie ein „sechs, setzen!“ und das erspar ich mir ab kommender Woche. Entspannter auf dem Schulweg kommt uns beiden auch zugute. Zeitmanagement bisher: FLOP

3. Der Sohn bekommt nach den Ferien wieder regelmäßig ein warmes Mittagessen. Mittags. Und wider Erwarten isst er es sogar. Mein Schulkind isst Kartoffelsuppe! TOP

4. Von etwas einsam sein und niemanden kennen zu „das sind meine Freunde“ in wenigen Tagen. Aller Anfang ist schwer und wird doch oft gut: die Klasse ist TOP

playmobil schule

Die Schule, ein Kaktusgarten? (quelle: pixabay.de)

5. Heute begrüßte uns eine Lehrerin mit strahlendem Blick und guter Laune, weil die Schule geputzt worden war. Die Intensität ihrer Freude deutet darauf hin, dass das eher selten passiert. Als sie meinte, sie gehe mal schauen, ob auch die Toiletten geputzt seien, ging ich mal schnell los zur Arbeit. Geld für Schulen in Berlin, auch für die Reinigung? FLOP

6. Dazu passend: der Hausmeister hat allen Erstklässlern die Toiletten erklärt. Dass man spült und nur im Sitzen pinkeln darf. „Nur dass man mit der Haarbürste immer nachputzen muss, hat er vergessen.“ Der Sohn kommt eben aus einem ordentlichen Haushalt und kann das alles schon: TOP

7. In der ersten Woche fand noch kein Unterricht nach Stundenplan statt, aber die Kinder haben schon viel gelernt, Lieder gesungen, gemalt, gespielt und Schulmaterialien verstaut. Die Lehrerin und die Erzieherin heißen sie herzlich willkommen. TOP

8. Das Tollste für mich: der Sohn erzählt! Aus der Kita wurde mir nie viel mitgeteilt, oder alles, alles auf einmal, wenn er nicht schlafen konnte. Jetzt teilt er seine Erlebnisse mit mir und ich genieße es. TOP

9. Wie viel Geld Eltern für ergonomische, rückengepolsterte Schulrucksäcke ausgeben, die sie dann selbst zur Schule tragen, habe ich auch schon gut raus. Was aber wirklich eine Umstellung ist: beim Abholen ist der große Ranzen eben auch dabei. Deshalb ist es fast ratsamer, noch mal nach Hause zu gehen, bevor wir in den Park/auf den Spielplatz/ zu Freunden weiter wollen. Schweres Gepäck ist immer FLOP.

10. Die Schule des Hauptstadtsohns ist gut. Allerdings vermisse ich „Verteidigung gegen die dunklen Künste“ auf dem Stundenplan, genauso wie „Pflege magischer Geschöpfe“. Ach, langweiliges und doch so aufregendes Muggel-Leben: TOP und FLOP

Euch allen mit schulpflichtigen Kindern wünsche ich entspannte Schultage – bis zu den Herbstferien ist es gar nicht mehr lang!

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