Ich packe meinen Koffer…

Wer kleine Stubenhocker aus dem Haus in die Natur locken möchte, um „etwas frische Luft zu schnappen“ oder „eine Runde zu drehen“, dem schlägt mitunter ein eisiger Wind entgegen. Denn die Begeisterung für jegliche Fortbewegung auf zwei Beinen fehlt unserem Nachwuchs doch öfters als man denkt. Das muss allerdings nicht so bleiben! Denn als kleiner Forscher hat man mehr Spaß in der Natur als beim bloßen Rundgang. Wo anderswo gilt, weniger ist mehr – beim Packen gilt es diesmal nicht!

Mit welchen Gadgets locken wir Kinder auf den Sonntagsspaziergang

Ich teile hier meine Testergebnisse aus erster Hand und bin gespannt, ob Ihr ähnliche Erfahrungen gesammelt habt oder welche Dinge Euer Forscherequipment ausmachen!

  1. Fernglas: Kommt bei uns sehr gut an. Was aber auch daran liegen kann, dass wir ein Kinderfernglas und zwei Kinder haben. Große Nachfrage bei knappem Angebot – die Wirtschaftswissenschaftler unter uns wissen Bescheid. Die Hauptstadtkinder und ich sind uns allerdings stets uneins, von welcher Seite aus man durch das Fernglas schaut. Bringt ja schließlich beides Spaß.
  2. Becherlupe: Kommt bei uns so mäßig an. Was aber auch daran liegen kann, dass wir zwei Becherlupen und zwei Kinder haben.
  3. sonstige Lupen: Werden bei uns gerne zum Forschen eingesetzt. Kann man tatsächlich auch einfach in der Tasche haben und hier und da mal herausholen.
  4. eigene Tasche: Auf einem Spaziergang findet sich viel, was gesammelt werden will. Kleine Steine für die Schatzkiste zu Hause, Müll (lass das bitte liegen vs. das brauche ich unbedingt), große Steine für die Schatzkiste. Kann mit einer Kindertasche alles eingepackt werden, ohne die eigene Handtasche noch mehr durcheinander zu bringen.
  5. Kescher: Ein Kescher hat natürlich nur Sinn, wenn Euer Weg an einem Fluss oder einem Teich vorbeiführt. Und seien wir ehrlich, am Wasser haben Kinder auch ohne Ausrüstung genug Freude. Dennoch bringt es Spaß, eine Posthornschnecke zu erforschen oder eine grüne Algenmasse.
  6. Taschenlampe: Lichtverschmutzung ist in unseren Städten ein Problem, welches oft gar nicht in unserem Bewusstsein ist. Bis wir eine Nachtwanderung mit Taschenlampe planen und es draußen eigentlich immer hell genug ist. Es ist trotzdem ein Abenteuer, spät mit eigener Leuchte das Haus zu verlassen.
  7. Bestimmungsbücher für Kinder: Benny Blu erklärt zum Beispiel, dass eine Blume aus Blüte, Stängel, Blatt und Wurzel besteht. Das können wir draußen gleich überprüfen: stimmt. Und wer findet zuerst die Kamille auf der Wiese, aus der dieser Bauchschmerzentee gemacht wird? Auf geht’s!
  8. Taschenmesser: Während jüngere Kinder Äste und Stöcker einfach sammeln, ist es für die älteren Geschwister das Größte, die Rinde abzuschnitzen. Erinnert mich daran, dass ich mal wieder neue Pflaster in meine Handtasche packen wollte.
  9. Kompass: Warum sollten eigentlich immer wir Erwachsene sagen, wo es lang geht? Das tun wir doch schon beim Weg in die Kita, zum Supermarkt, zur Post. Lasst Eure Kinder neue Wege finden, und sei es nach Süd-Ost-West-Nord.

Ich weiß, eine Menge Plastik ist dabei, aber habt Nachsicht, wir sind Stadtbewohner. Unser Ausflug in die Natur mit eigener Forscherausrüstung wandert daher dennoch zum Grünzeug der Naturkinder.

Euch allen viel Freude bei Euren Wochenendausflügen! Was hattet Ihr in den Taschen?

 

 

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