Samstags im Museum: warum schwimmt ein Schiff?

Es gibt Kinderfragen, auf die ich sofort gute Antworten weiß.

„Wann sind wir da?“ „Gleich.“

„Gibt es Eis zum Frühstück?“ „Nein.“

„Woher weißt Du das?“ „Mütter wissen alles.“

Ups, die letzte Antwort war gewagt. Denn schon bei der heutigen Aufgabe „Warum schwimmt ein Schiff“ kann ich die Lösung nicht aus dem Ärmel schütteln. Zum Glück müssen wir Eltern aber nicht jede Frage, die unsere Bildungslücken aufdeckt, an Wikipedia oder an die orange Maus verweisen. Um der Antwort auf die Schliche zu kommen, können wir auch gemeinsam mit den Kindern forschen. Und in Berlin stehen dafür jede Menge attraktive Familienangebote auf dem Programm. Eines davon möchte ich Euch heute empfehlen:

Familienwerkstatt im Technikmuseum Berlin „Nanu, wie geht das?“

Jeden Samstag, jeweils 14.30, 15.15 und 16.00 Uhr, können Kinder von 4 bis 8 Jahren im Deutschen Technikmuseum zu den Themen Wasser und Auftrieb experimentieren und forschen. Die Veranstaltung dauert ca. 30 Minuten, läuft ohne Anmeldung und kostet nur den Museumseintritt. Die Frage, warum ein Schiff nicht untergeht, steht im Mittelpunkt der Forscherrunde und wird anhand eines Highlights der Dauerausstellung im Technikmuseum Berlin besprochen: dem Dampfschlepper Kurt-Heinz.

51 Tonnen schwer und schwimmt trotzdem?

Die Kurt-Heinz ist ein Binnenschiff der frühen Jahrhundertwende (1901) und ist für Besucher des Technikmuseums begehbar. Vor Beginn der Veranstaltung solltet Ihr Euch darum am besten schon mal an Bord des Dampfschleppers begeben und Euch von Anker, Kojen und Steuerrad auf das Thema der Familienwerkstatt einstimmen lassen. Und vielleicht schon mal überlegen, wie ein Boot sich über Wasser hält, das so schwer ist wie 12 ausgewachsene Elefanten.

Maschinen Technikmuseum Berlin

Keine Sorge, so kompliziert wird es dann nicht.

 

Forscher stellen Vermutungen auf und experimentieren.

Die Familienwerkstatt ist keine Physikvorlesung. Zum Glück! In erster Linie bietet sie den kleinen Besuchern des Museums Raum und Zeit, selbst zu experimentieren. Da es hier um Wasser geht, steht eine große Schüssel Wasser auf dem Tisch. Die Kurt-Heinz fände in dieser Schüssel keinen Platz, daher legen wir andere Gegenstände auf das Wasser. Welche wohl untergehen oder welche schwimmen? Kastanien, Knöpfe, Papiersterne, Schneckenhäuser – Lösung samstags im Museum. Das Schöne ist: hier gibt es keine falschen Antworten. Ein Forscher stellt eine Vermutung auf und überprüft diese dann, so handhaben auch wir das heute. Aus Knete können die Kinder dann selbst ein Boot formen und erforschen, wie es geschaffen sein muss, damit es schwimmt. Das werden wir mit unserer Knete in der Badewanne noch mal fortführen (Nebeneffekt der Veranstaltung: sauberes Kind am Abend).

Und warum schwimmt ein Schiff nun eigentlich?

Auftriebskraft, Gewichtskraft, Form – was meint dazu eigentlich der Hauptstadtsohn?

Manchmal gehen Schiffe auch unter. Wenn nämlich ein Hammerhai kommt und ein Loch in die Wand haut.

Wieder etwas gelernt. Jetzt seid Ihr dran, viel Spaß!

Fazit Technikmuseum Berlin

  • Erreichbarkeit: Ein paar Meter entfernt vom U-Bahnhof Möckernbrücke. Die eigentlichen Kilometer läuft man dann innerhalb des Museums – es gibt so viel zu entdecken!
  • Geldbeutel: Kinder haben freien Eintritt unter 6 Jahren oder/und nach 15 Uhr. Normale Erwachsenenkarte 8 Euro.
  • Spaßfaktor: Schon die Dauerausstellung des Museums lohnt sich sehr. Mit zusätzlichen Angeboten für Kinder und Familien (mehr hier) wird das Technikmuseum ein Muss für kleine Forscher.
  • Naturfaktor: Naturwissenschaft statt Natur. Auch toll.

 

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