Heimliche Stars im Zoo Berlin

Elefanten, Giraffen und Löwen sind beeindruckende Tiere und Besuchermagneten im Zoo Berlin. Aber sie sind nicht die einzigen Tiere, die unsere Kinder dort begeistern. Die Hauptstadtkinder und ich haben uns beim vergangenen Zoobesuch auch jene Tiere genauer angeschaut, deren Namen man mitunter erst auf dem Schild am Gehege lesen muss. Dabei haben wir wunderbare Highlights entdeckt, von denen ich Euch heute fünf vorstelle. Vielleicht locken diese weniger prominenten Tiere Euch auch mal in den Zoo Berlin – zu ihren 18.600 tierischen Freunden dort!

Coscorobaschwan

Diesen Schwan aus Südamerika übersieht man leicht, weil er im gleichen Tümpel wie die beliebten Pinguine schwimmt, die in ihrem Frack zunächst die Blicke auf sich ziehen. Überhören lässt sich der weiße Schwan mit rosa Füßen hingegen nicht. Wisst Ihr, warum er seinen Namen trägt? Sein Ruf „kos-ko-ruh“ hört sich genau so an wie eine laute Kindertrompete. Oh. Damit fällt er als künftiges Haustier leider aus. Schnell weiter!

Coscorabaschwan Zoo Berlin

Namensvetter der Kindertröte.

 

Murmeltiere

Besonders angetan sind die Hauptstadtkinder heute von den Murmeltieren. Lange schauen sie ihnen zu, denn die Murmeltier bauen ähnliche Tunnel und Höhlen im Sand wie die Kinder am Strand. Nur, dass die Murmeltiere klein genug sind, um durch diese Tunnel auch zu laufen. Von Oktober bis März halten Murmeltiere Winterschlaf. Zum Glück haben sie den diesjährigen August nicht mit dem Herbst verwechselt und ihren unterirdischen Bau verlassen. Murmeltiere verdienen definitiv mehr Berühmtheit. Zudem eine andere Mutter ihrem Kind am Murmeltieregehege zurief: hier sind die Dromedare! Hat sie aber noch gemerkt 🙂

Murmeltiere Zoo Berlin

Als Vorbild geeignet: Murmeltiere essen Äpfel und Möhren

 

Polarwolf

Die Hauptstadttochter kommt in der Kita in die Wölfegruppe. Daher waren die Wölfe Pflichtprogramm für uns. Bei den Polarwölfen ist der Zusammenhalt in der Gruppe sehr stark, sie sind wild, verspielt, kräftig, gegen Kälte geschützt und an der Jungenaufzucht beteiligen sich alle Altwölfe. Passt. Sowohl in der nordamerikanischen Arktis als auch in der Kreuzberger Kita.

Polarwolf Zoo Berlin

Raubtiere bitte nicht an die Leine nehmen.

 

Nachttierhaus

Das Nachttierhaus ist so lustig und spannend, dass Ihr es Euch bei einem Besuch im Zoo Berlin unbedingt ansehen solltet. Der Eingang befindet sich im Raubtierhaus, also nicht von Löwe und Co vom Abstieg abhalten lassen. Hier im Keller ist es tiefe Nacht, nur ein paar blaue Lichtersterne an der Decke geben etwas gedämpftes Licht. Ich bin ständig versucht, ein Kind an die Hand zu nehmen, von dem ich hoffe, es ist meines. So richtig sieht man das hier im Dunkeln nämlich nicht. Dafür kann man Tiere entdecken, die man sonst nie zu Gesicht bekommt: Vampire und andere Fledermäuse, Rostkatzen, Nachtaffen, Wickelbären und Weißborsten-Gürteltiere zum Beispiel. Toll.

Nachttierhaus Zoo Berlin

Nachts ist die Kamera an ihren Grenzen.

Hirscheber und Weißbartpekaris

Wie ein Relikt aus vergangenen Zeiten wirkt der faltige Hirscheber und er zieht den Hauptstadtsohn sofort in seinen Bann. „Weil der so große Zähne hat!“ Bleibt nur zu hoffen, dass der Hirscheber auch den Sprung in die heutigen Zeiten übersteht, denn er ist vom Aussterben bedroht. Im Zoo lernen die Kinder eben auch etwas über das Verhältnis von Mensch und Tier. Auf allen Schildern, die an den Gehegen die Tiere erklären, sind neben der bevorzugten Nahrung auch die Feinde aufgemalt, und der Mensch ist so häufig darunter.

Hirscheber Zoo Berlin

Faszinierend und bedroht, der Hirscheber.

Fröhlicher wird es ein Gehege weiter bei den Weißbartpekaris. Die Paarhufer aus Mittel- und Südamerika leben in Gruppengrößen von bis zu 200 Tieren zusammen und auch hier im Zoo ist eine große Gruppe zu sehen. 3 Monate alte Jungtiere tollen mit den erwachsenen Pekaris umher, und erwecken einen so lebhaften Eindruck, dass die Hauptstadtkinder sich für einen Moment wünschen, wir wären alle eine große Schweinefamilie. Aha. Dieser Wunsch hält allerdings nur an bis zur Show der kalifornischen Seelöwen. Denn im Wasser Ball zu spielen – das ist doch eigentlich das Größte.

Weißbartpekari

Was für eine Schweinerei – Weißbartpekaris in Action.

 

Fazit Zoo Berlin

  • Erreichbarkeit: Der Bahnhof Zoo ist auch aus anderen Gründen bekannt, aber einfach verkehrstechnisch günstig.
  • Geldbeutel: Oje. Wir haben Glück, ein Kind unter 4 Jahren, das andere hat freien Eintritt mit dem Berliner Ferienpass. Ansonsten ist der Zoo bekanntermaßen ein teures Vergnügen. Nehmt Euch Proviant mit, das spart schon mal.
  • Spaßfaktor: Sehr hoch! Neben all den Tieren gibt es auch einen famosen, großen Spielplatz im Zoo, eine Entdecker-Station im Vogelhaus und einen Bollerwagenverleih.
  • Naturfaktor: Wer Natur liebt, wird sie bewahren, dieser Satz ist mir aus dem Studium hängen geblieben. Hier kann man sich in sehr viele Tiere verlieben.

Weitere Infos und eine neue Zoo-App findet Ihr auf den Seiten des Berliner Zoos. Welches sind Eure Lieblingstiere im Zoo?

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Titelbild: Sibirischer Steinbock, bedrohte Art. Beitrag verlinkt bei Grünzeug der Naturkinder.

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