Das schönste Grün der Stadt – oder: wie viel Klischee steckt in unserem Leben?

Heute Morgen gingen der Hauptstadtmann und der Hauptstadtsohn in den Baumarkt, während ich gemeinsam mit der Tochter Müsli, Äpfel und Brezeln im Supermarkt einkaufen ging. Schon da zeichnete sich ab, dass dieser Tag ein Klischee aus dem Bilderbuch wird. Und Ihr ahnt es schon, der Tag hielt, was er so früh versprach. Denn Vater und Sohn machten sich auf ins Fußballstadion, zum allerersten Stadionbesuch des Sohnes (Zum Glück in die Gästekurve, denn so kam der Sohn sehr glücklich und als Gewinner wieder nach Hause.) Und Mutter und Tochter radelten ins Grüne! „Das schönste Grün der Stadt – oder: wie viel Klischee steckt in unserem Leben?“ weiterlesen

Kinderblick

Mein Sohn hat sprichwörtlich Adleraugen, während meine Sehstärke eher der eines Maulwurfs entspricht.** Das ist erst mal ganz erfreulich, finde ich, denn man wünscht sich als Mutter ja eher, die eigenen Superkräfte weiter zu vererben, als jene Eigenschaften, mit denen man selbst weniger zufrieden ist. Aber ganz davon abgesehen – ist es nicht immer wieder erstaunlich, wie unterschiedlich wir Großen und Kleinen unsere Umgebung wahrnehmen? „Kinderblick“ weiterlesen

back to bike

Berlin ist nicht gerade eine Fahrradstadt. In dem Punkt hinkt die Stadt weit hinter Amsterdam, Kopenhagen und Oldenburg hinterher. Aber ich habe Glück, denn mein Weg zur Arbeit bietet eine schöne Radstrecke. Nicht zu weit, mit gut ausgebauten Radwegen, hauptstadtperfekt sozusagen. Fragt mich also nicht, warum mein Rad ein so langes Dasein im Fahrradkeller gefristet hat. Ihr habt mich erwischt, ich bin eine Schönwetterfahrerin. „back to bike“ weiterlesen

Perspektivenwechsel

Nicht, dass ich meinem noch so jungen Blog seine Daseinsberechtigung gleich absprechen möchte – aber eine Frage möchte ich heute doch in den Raum stellen: Machen wir Eltern uns zu viele Gedanken über das „wo“?

Ich bin in einer Großgemeinde aufgewachsen, ein Platz zwischen Stadt und Land sozusagen. Zum Studieren bin ich in die Stadt gezogen und zum Weiterstudieren in die noch größere Stadt. Dann begab ich mich auf Jobsuche und konnte in Berlin bleiben. Das war toll und praktisch, aber ich wäre auch fast überall anders hingezogen, um dann doch mal eigenes Geld zu verdienen. Die Frage ob städtisch oder ländlich stellte ich mir nicht, keiner stellte sie mir und in meinem Freundeskreis tauchte diese Frage auch nicht auf. Wir wohnten, wo sich ein Job fand. „Perspektivenwechsel“ weiterlesen

Jäger, Sammler und Bastler

„Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte“, erkannte einst schon Berthold Brecht. Es würde mich nicht wundern, wenn der Dramatiker dabei vor allem an die Eltern und Kinder in seinem Bekanntenkreis dachte. In letzter Zeit ertappe ich mich nämlich öfters dabei, wie ich von der Natur schwärme. Oder von meiner romantischen Vorstellung von der Natur. „Jäger, Sammler und Bastler“ weiterlesen

Hier wächst Ketchup

Buchstabennudelsuppe und Milchreis. Diese beiden Gerichte fallen mir spontan ein, wenn ich überlege, was Sohn und Tochter auch ohne Ketchup essen. Ansonsten nicht viel. Grüne Lebensmittel gehen in der Regel schon mal gar nicht und ich befürchte, mit selbst gezüchtetem Schnittlauch, Thymian und Basilikum locke ich die beiden nicht auf den Balkon hinaus.

Was also tun, wenn ich die Liebe zum Pflanzen und Ernten fördern möchte? Wir haben keinen Garten, aber immerhin einen Balkon, was in der Stadt schon viel wert ist. „Hier wächst Ketchup“ weiterlesen